Neuer Attac-GF Zwirner - Banken wollen weder Markt noch Demokratie

8. September 2010

Attac verfolgt ein paar sehr vernünftige und nowendige Ansätze, zum Beispiel die Forderung nach Regulierung des Derivathandels, Verbot von Hedgefonds, Abschaffung der Offshore-Zentren, Einführung einer Finanztransaktionssteuer, Abschaffung des Bankgeheimnisses …

Andererseits verzetteln sie sich immer wieder in ideologisch begründeten Forderungen, die undurchführbar sind oder sogar im Widerspruch zu anderen Attac-Zielen stehen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die “Demokratische Bank”. Im entsprechenden von Attac Österreich ausgearbeiteten Modell ist die Rede davon, dass nur sozial und ökologisch sinnvolle Projekte Kredite erhalten sollen. Da aber an anderer Stelle in dem Papier steht dass es in einem Land nur mehr eine demokratische Bank und kleinere private Banken für spezielle Bedürfnisse geben soll, die sich aber ebenfalls wie die demokratische Bank verhalten müssen um sich bei der Zentralbank refinanzieren zu können, frage ich mich: Wie sollen unpopuläre aber notwendige Projekte, z.B. Kraftwerksbau, Autobahnen, Fabriksanlagen finanziert werden wenn sie keine Kredite mehr erhalten? Und wer bestimmt welche Projekte sozialen und ökologischen Mehrwert erzeugen?

Gemäß dem Papier sollen auf der kommunalen Ebene die meisten Kredite vergeben werden. Vorstand und Aufsichtsrat sollen direktdemokratisch von der Wohnbevölkerung gewählt werden. Das würde bedeuten dass uns neben EU-, Bundespräsidenten-, Nationalrats-, Landtags- und Gemeinderatswahlen noch zusätzlich die Bankwahlen ins Haus stünden. Die Gremien der Bank würden nicht nach Wissen, Ausbildung, Erfahrung … bestellt sondern entsprechend der persönlichen Vorlieben der Bevölkerung und entsprechend ihres Auftrittes im Wahlkampf gewählt werden.

Die Mitarbeiter der Bank “genießen hohe soziale Sicherheit sowie umfassende Arbeits- und Mitbestimmungsrechte”. Das heißt also wir würden einen großen Schritt zurück machen zum sprichwörtlichen “Bankbeamten”, der die Hände in den Schoß legen kann da ihn ohnehin niemand entlassen kann, egal wie gut oder schlecht er seine Arbeit macht. Wir würden sogar einen Schritt weiter gehen und diesen Bankbeamten auch noch in der Bank mitbestimmen lassen.

Die Idee der bereits existierenden ethischen oder ökologischen Banken ist grundsätzlich gut und als Nischenprodukt auch praktikabel, aber das gesamte Bankwesen nach den Grundsätzen der “Demokratischen Bank” auszurichten halte ich für gefährlich. Nämlich nicht gefährlich für die Nutznießer des etablierten Systems, sondern gefährlich für die Kreditnehmer und damit für die Bevölkerung.

Abschließend noch  ein Kommentar zu der Bemerkung “Banken wollen keinen Markt”: Der Markt z.B. auf dem Gebiet der Spareinlagen wurde durch staatliche bzw. gesetzlich vorgeschriebene Garantien und Einlagensicherungen ausgeschaltet. Ohne diese könnte sich jeder Anleger aussuchen ob er sein Geld bei einer “sicheren” Bank anlegt und dafür weniger Zinsen erhält oder bei einer “unsicheren” Bank, die ihm das Risiko mit höheren Zinsen abgelten müsste.

Zitat aus/Quoting derStandard.at:

Wilhelm Zwirner, einst Finanz­berater und jetzt Geschäftsführer von Attac Österreich, über das Wirtschaftssystem, die “Demokratische Bank” und Peru
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Uni - Psychologie-Aufnahmetest: Viele kamen nicht

1. September 2010

Das zeigt schon dass Aufnahmeprüfungen ein Schritt in die richtige Richtung sind. Wer wirklich ein bestimmtes Studium belegen will wird sich auch entsprechend auf die Aufnahmeprüfung vorbereiten.

Wer hingegen zur Prüfung gar nicht erscheint hat wohl ohnehin kein Interesse an diesem Studium. Ich traue mich zu behaupten dass diese Leute einfach nur irgend etwas studieren wollten um noch nicht arbeiten zu müssen.

Zitat aus/Quoting derStandard.at:

Tests finden zeitgleich an vier Standorten statt - In Salzburg trat nur die Hälfte an
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Jung, muslimisch, österreichisch

1. September 2010

Lieber Herr Strache, vielleicht sollten Sie auch solche Artikel lesen.

Zitat aus/Quoting http://diepresse.com/feeds/rsssearch.do?searchText=entwicklung:

Der Wahlkampf in Wien heizt den Streit um Islam und Moscheen an. Doch die immer breitere Mitte und vielleicht auch die Zukunft besetzen andere: junge Muslime, die sich selbstbewusst für die Symbiose von “religiös” und “österreichisch” entschieden haben.
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Uni-Politik - Neue Eingangsphase: Wirtschaftsuniversität weitet Selektion bei Studienanfängern aus

6. Juli 2010

Endlich traut sich eine Universität den richtigen Weg zu gehen und schon am Beginn des Studiums zu selektieren. Dazu werden sich auch die anderen Hochschulen durchringen müssen. Ich hoffe nur dass sich die Politik entscheidet in weiterer Folge solche Eingangsprüfungen breitflächig an allen Hochschulen einzuführen und dass bei der notwendigen Neugestaltung der Studienpläne auch die Fachhochschulen einbezogen werden (siehe auch http://www.wuzi.at/?p=27755).

Zitat aus/Quoting derStandard.at:

Vier entscheidende Prüfungen - Aus für “totale Liberalität” - Badelt stellt Leistungsvereinbarungen in Frage
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Sans Papier - Polizei zeigt Berater wegen Hilfe bei Asylantrag an

30. Juni 2010

Das erinnert mich stark an den unseligen Paragraphen 278a

Zitat aus/Quoting derStandard.at:

Die Anzeige eines Juristen wegen “Förderung rechtswidrigen Aufenthalts” ruft Verstörung hervor - Er hatte einen “Sans Papier”-Fußballer bei seinem Folge-Asylantrag unterstützt
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Sicherheitsdoktrin: Nato-Beitritt keine Option mehr

30. Juni 2010

Auslandseinsätze und Katastropheneinsätze im Inland - Hoffentlich kann Darabos auch das Militär davon überzeugen dass das der richtige Weg ist.

Zitat aus/Quoting DiePresse.com - Politik:

Verteidigungsminister Darabos rechnet mit einem neuen Verteidigungskonzept bis Anfang 2011. Für die Koalition wird der Nato-Beitritt darin keine Option mehr sein. Das Wort “Sicherheitsdoktrin” wird hinterfragt.
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Lebensmittel - Fleisch in Österreich im EU-Vergleich teuer, Alkohol, Tabak billig

29. Juni 2010

Wenn ich das lese kommt mir eine einfache Idee: warum nimmt man nicht das Geld aus Alkohol- und Tabaksteuer (könnte man beides auch noch erhöhen) und stützt damit die Preise die die Bauern für die Lebensmittel erhalten? Die Lebensmittelketten müssten dann im Einkauf um diesen Betrag weniger bezahlen und müssten verpflichtet werden diesen Vorteil an die Konsumenten weiterzugeben.
Im übrigen sieht man glaube ich in diesem Artikel ganz gut dass die hohen Lebensmittelpreise in Österreich nicht durch die Euro-Einführung entstanden sind sondern durch die großen Ketten die am österreichischen Markt leichtes Spiel haben.

Zitat aus/Quoting derStandard.at:

Österreich ist bei Lebensmitteln das fünftteuerste Land der EU. Die einen sehen zu wenig Wettbewerb. Andere führen hohe Qualität ins Treffen
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Schrei der Sozialdienste nach Geld - Demo am Dienstag

28. Juni 2010

Hoffentlich trägt die Demo am Dienstag dazu bei dass sich bei diesem Thema etwas tut. Laut diesem Artikel sollen bis Ende Juni Vorschläge von den Bundesländern kommen. Das lässt schlimmes befürchten wenn man daran denkt wie die Länder bei vielen Reformen auf der Bremse stehen.

Zitat aus/Quoting DiePresse.com - Politik:

Für Dienstag ist eine Demonstration vor dem Ministerrat gegen den Stillstand beim Pflegeausbau geplant. Budgetvorgaben der Regierung sehen bis 2014 hunderte Millionen an Einsparungen im Sozialwesen vor.
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Geistig bin ich schon tot

26. Juni 2010

Ein Artikel über das Schicksal zweier Migranten die aus Österreich nach Nigeria abgeschoben wurden.

Zitat aus/Quoting Profil:

Die Polizei schob zwei Spieler des Migranten-Fußballvereins „FC Sans Papiers“ ab. Vincent und Cletus landeten in den Slums von Lagos. profil sprach mit ihnen.
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Korruption - Strafsteuer auf Schmiergeldzahlungen

21. Juni 2010

Ich hoffe, dass Finanzstraf- und Betrugsbekämpfungsgesetz ohne größere Änderungen so in Kraft treten werden wie Herr Pröll sie vorgelegt hat. Das wäre endlich ein deutliches Zeichen an alle die glauben mit Geld könnte man sich alles richten.

Zitat aus/Quoting derStandard.at:

Betrugsbekämpfung und Finanzstrafen werden deutlich ausgedehnt. Darunter fällt auch eine Extra-Steuer auf Zahlungen an unbekannte Empfänger
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wuzi.at