A Hetz statt Hetze - KünstlerInnen für Vielfalt

8. September 2010

Samstag 2. Oktober 12:00 bis 23:30
Museumsquartier bis Yppenplatz
http://www.facebook.com/event.php?eid=150096548341504&index=1

Vorläufiges Programm:
12 – 16h : Nachmittagsprogramm beim Museumsquartier/Ecke Mariahilferstraße in unmittelbarer Nähe des Omofuma Denkmals.
16 – 18h : Gemeinsamer Umzug vom Museumsquartier zum Yppenplatz.
18h – 22h: Abendprogramm am Yppenplatz.
ab 22.30: After-Hetz’-Clubbing in einer Location in der Nähe des Yppenplatzes

Sans Papier - Polizei zeigt Berater wegen Hilfe bei Asylantrag an

30. Juni 2010

Das erinnert mich stark an den unseligen Paragraphen 278a

Zitat aus/Quoting derStandard.at:

Die Anzeige eines Juristen wegen “Förderung rechtswidrigen Aufenthalts” ruft Verstörung hervor - Er hatte einen “Sans Papier”-Fußballer bei seinem Folge-Asylantrag unterstützt
Original-Artikel
wuzi.at

Geistig bin ich schon tot

26. Juni 2010

Ein Artikel über das Schicksal zweier Migranten die aus Österreich nach Nigeria abgeschoben wurden.

Zitat aus/Quoting Profil:

Die Polizei schob zwei Spieler des Migranten-Fußballvereins „FC Sans Papiers“ ab. Vincent und Cletus landeten in den Slums von Lagos. profil sprach mit ihnen.
Original-Artikel
wuzi.at

Leopoldine Weidinger: Von der Demo in die Moschee

21. Juni 2010

Bei aller Sympathie und bei allem Verständnis für die Sorgen von Frau Weidinger: Wenn das Gebiet laut Flächenwidmungsplan gemischtes Baugebiet der Bauklasse I ist (siehe Homepage der Bürgerinitiative http://www.rfd.at/rappgasse/), ist eine Bebauung bis 9 m Höhe möglich, und es darf so ziemlich alles gebaut werden was nicht geeignet ist “durch Rauch, Ruß, Staub, schädliche oder üble Dünste, Niederschläge aus Dämpfen oder Abgasen, Geräusche, Wärme, Erschütterungen oder sonstige Einwirkungen, Gefahren oder unzumutbare Belästigungen für die Nachbarschaft herbeizuführen” (http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=331118&DstID=756)

Ich weiß nicht wann die Anwohner dort hingezogen sind, wenn es damals schon gemischtes Baugebiet war hätten sie sich das vorher überlegen müssen. Wenn das Gebiet zwischendurch umgewidmet wurde wäre der Zeitpunkt der Umwidmung die Möglichkeit gewesen Bedenken zu äußern.

Wer übrigens gegen ein islamisches Kulturzentrum demonstriert und dazu die FPÖ als Redner einlädt muss damit rechnen dass Strache die Veranstaltung für seine Zwecke vereinnahmt.

Zitat aus/Quoting DiePresse.com - Politik:

Am Tag nach der Demonstration gegen ein islamisches Kulturzentrum besucht Initiatorin Leopoldine Weidinger am Tag der offenen Tür die Moschee am Hubertusdamm.
Original-Artikel
wuzi.at

Burka-Verbot: Ende der Privatsphäre?

30. April 2010

Was soll ein Burka-Verbot bringen? Mehr Sicherheit, heißt es. Im öffentlichen Raum soll jeder erkennbar sein, denn wer sich vermummt hat sicher etwas Böses vor. Und unter den bodenlangen Umhängen ist sicher eine Bombe versteckt.
Als nächstes müssen wir also den Brautschleier verbieten. Und niemand darf im Winter eine Haube tragen die Mund und Nase verdeckt, nicht beim Joggen, nicht beim Schifahren.
Ein Schal der bei beißender Kälte das Gesicht schützt muss ebenfalls verboten werden. Auch damit ist der Träger nicht erkennbar.

Um so überraschter bin ich dass Frankreich jetzt einen recht vernünftig klingenden Ansatz ankündigt: Wenn die Burka verboten wird sollen die Männer bestraft werden die ihre Frauen zum Tragen der Burka zwingen.
Und doch scheint mir auch das nicht unproblematisch, nämlich dann, wenn der Mann die Frau überhaupt nicht mehr aus dem Haus lässt, weil sie keine Burka tragen darf.
Wer straft Männer die ihre Frauen in der Wohnung einsperren? Wie weit darf die Staatsgewalt gehen?
Das Burka-Verbot wäre viel mehr als nur das Verbot eines Kleidungsstücks, es wäre ein Eingriff in die Privatsphäre wie ihn der Staat bisher noch nie gewagt hat. Und das alles unter dem Vorwand der “Sicherheit”.

Zitat aus/Quoting DiePresse.com - Politik:

Frankreich plant wie Belgien ein Burka-Verbot. Es soll mit hohen Geldstrafen durchgesetzt werden. Männer, die Frauen zur Verschleierung zwingen, sollen bis zu 15.000 Euro zahlen.
Original-Artikel
wuzi.at

Schicksale von Asylwerbern - ein Artikel von www.asyl-in-not.org

15. April 2010

Ein skandalöser Asylamtsbescheid

 
Vom Asylgerichtshof behoben - Erfolg unserer Rechtsvertretung
 
Herr Asylwerber, Ihre Aussage ist weder glaubhaft noch nachvollziehbar! Sie werden nochmals an Ihre Wahrheits- und Mitwirkungspflicht erinnert!“
 
Diese Wortfolge kommt ziemlich oft vor im Protokoll der Einvernahme meines Klienten R. aus Dagestan. Er war schon einmal negativ beschieden worden, dann in seine Heimat zurückgekehrt und, neuerlich verfolgt, wieder nach Österreich geflüchtet.
 
Das Bundesasylamt Innsbruck, erbost über seine Frechheit, schon wieder einen Asylantrag zu stellen, hatte nur eines im Sinn: Widersprüche zu konstruieren. R. wurde ständig unterbrochen und fertig gemacht.
 
Bei der zehnten Frage zum Fluchtweg sagte R.: „Ich bin nicht hierher gekommen um zu streiten. Warum fragt man mich nicht, warum ich wieder nach Österreich gekommen bin?“ Das Asylamt vermerkt: „Der Asylwerber regt sich auf, warum er über seine Probleme nicht reden kann. (…) Weiters wird er auf seine Mitwirkungspflicht aufmerksam gemacht“.
 
Gleich darauf wieder: „Es ist weder glaubhaft noch nachvollziehbar, dass Sie zu Ihrem Reiseweg keine Angaben machen können und ist offensichtlich, dass Sie versuchen hier Ihren Reiseweg zu verschleiern. Sie werden an dieser Stelle nochmals an Ihre Wahrheits- und Mitwirkungspflicht erinnert.“
 
R. versuchte noch ein paar Mal, zu erklären, warum er vom Reiseweg nichts mitbekommen hatte. Vergebens: „Sie werden nochmals … Mitwirkungspflicht… Die falschen Angaben führen zur Ablehnung Ihres Asylantrages.“
 
R. hatte in Dagestan nahe der tschetschenischen Grenze gewohnt. Im ersten Krieg hatte er die Tschetschenen unterstützt. Im zweiten nicht mehr; es hatte ihm nicht gefallen, dass tschetschenische „Wahhabiten“ (islamische Fundamentalisten) in Dagestan einmarschiert waren, um dort die Scharia einzuführen. Herr R. ist ein eigensinniger Mensch: er lässt sich nicht gerne unter Druck setzen. Das legten ihm gleichermaßen Asylamt und Wahhabiten zur Last.
 
R.’s Frau entstammt einer wahhabitischen Sippe; ihr erster Mann war ihr Cousin und ebenfalls Wahabit gewesen. Nach seinem Tod hätte sie die Zweitfrau eines seiner Brüder werden sollen. Stattdessen hatte sie Herrn R. geheiratet. Die Brüder des verstorbenen Mannes brachen R. die Nase und drohten, ihn umzubringen.
 
Daher flüchtete R. mit Frau und Kindern nach Österreich. Ihre Asylanträge wurden vom Asylamt und vom UBAS als „unglaubwürdig“ abgewiesen.
 
Sie kehrten daher nach Dagestan zurück; R. zog aber aus Sicherheitsgründen nicht in die gemeinsame Wohnung, sondern zu einem Freund und kam nur abends unter dem Schutz der Dunkelheit auf Besuch. Trotzdem wurde er von Nachbarn erkannt und denunziert.
 
Eines Abends wurde R. am Rückweg von einem solchen Besuch von vier bewaffneten, maskierten Wahhabiten überfallen, mit einem Auto weggebracht und in einen Keller gesperrt. Dort blieb er zwei Monate bei Wasser und Brot. Er wurde oft misshandelt, zusammengeschlagen; die Entführer verlangten, er solle für sie arbeiten und Terroraktionen ausführen. Er sagte weder ja noch nein, denn er wollte Zeit gewinnen.
 
Wer die Männer genau waren, konnte R. dem Asylamt nicht mitteilen; er hatte sie nicht danach gefragt. Was einmal mehr die Auffassungsgabe der Beamtin überstieg:
 
Wenn man entführt wird, möchte man als erstes den Grund wissen! Nicht nachvollziehbar, dass Sie nicht gefragt haben, wer diese Männer sind…“
 
Ohne Zweifel war die Beamtin schon oft in einer solchen Lage… R., resignierend: 

Warum stellen Sie solche Fragen. Wenn man entführt wird, fragt man die Entführer nicht, warum man entführt wird und wer diese Leute sind.“

 
Eines Tages – am Ende des Fastenmonats Ramadan - öffnete einer der Entführer die Luke, ließ die Leiter herunter und kam in den Keller. R. lag dort völlig entkräftet am Boden; einige Ziegelsteine benützte er als „Kopfpolster“. Der Mann bückte sich und schüttelte ihn. Trotz seiner Schwäche nützte R. die Gelegenheit, ergriff einen Ziegelstein und schlug den Mann auf den Kopf, sodaß er das Bewusstsein verlor. Dann flüchtete er über die Leiter ins Freie.
 
Zunächst fand er Zuflucht bei seiner Schwester (genauer: in der Wohnung seiner Nichte, wo die Schwester gerade auf Besuch war – diese Nuance wurde ihm dann vom Asylamt als „Widerspruch“ ausgelegt). Dann flüchtete er zum zweiten Mal nach Österreich.
 
Herr Asylwerber, Ihre Aussagen stehen im krassen Widerspruch zu einander. Zuerst reden Sie von Fastenmonat, wo die Sünden vergeben werden. Nun behaupten sie, dass Sie einen dieser Männer mit einem Ziegelstein auf den Kopf geschlagen hätten und dadurch geflüchtet wären. Sie werden nochmals an Ihre Wahrheits- und Mitwirkungspflicht erinnert. Die falschen Aussagen führen zur Ablehnung Ihres Asylantrages!“
 
Hübsch, dass das Asylamt sich solche Sorgen um den heiligen Fastenmonat machte. Da kann man doch niemanden auf den Kopf schlagen! – R., offenbar schon recht müde: 

Ich kann einfach nur sagen, dass der Mann mir Wasser zum Trinken geben wollte. Ich habe ihn mit einem Ziegelstein geschlagen und dann bin ich geflüchtet.“

 
So geht es weiter, viele Seiten lang. R., nach dem zwanzigsten Vorhalt: „Offensichtlich habe ich alles umsonst gesagt. Die sieben Brüder des verstorbenen Mannes meiner Frau sind Wahhabiten.“ – Darauf die Asylbeamtin (in totaler Unkenntnis des Aktes – oder aus reiner Bosheit?): „Nun haben Sie einen völlig neuen Grund!“
 
Vermerk: „Der Asylwerber wirkt während der gesamten Einvernahme ungeduldig. Er erhebt seine Stimme ständig. Er hört auf die ihm gestellten Fragen nicht und versucht immer wieder eine andere Antwort zu geben.“
 
Am Ende war Herrn R. wohl alles egal. Das Protokoll vermerkt seine völlig resignierende Antwort: Ja, ich habe gelogen.“
 
Der Asylantrag wurde abgewiesen. Ich begleitete R. zur Verhandlung in den Asylgerichtshof. Das ist auch immer ein Lotteriespiel, zu wem man dort kommt. In diesem Fall: Christine Amann und Peter Chvosta. Das war ein Glück; bei anderen, die ich kenne, wäre es anders ausgegangen.
 
Herr R. hatte nun endlich Gelegenheit, seine traurige Geschichte in Ruhe zu erzählen. Von der Gefangenschaft im Keller, den physischen und psychischen Foltern, bis zur Trennung von seiner Frau, die jetzt wieder bei den wahhabitischen Brüdern lebt und ihnen (auf seinen Rat) einreden musste, ihre kleine Tochter sei nicht von ihm.
 
Aus dem Erkenntnis des Asylgerichtshofes:
 
Der Beschwerdeführer hat persönlich einen überaus glaubwürdigen Eindruck vermittelt. (…) Das Bundesasylamt hat (…) verschiedene Aussagen (…) gegenübergestellt, aus denen sich gar kein Widerspruch ableiten lässt. (…) Bei den vom Bundesasylamt angeführten Widersprüchen (…) handelt es sich in Wirklichkeit um einzelne, völlig aus dem Zusammenhang gerissene Angaben des Beschwerdeführers.“
 
So „ist beim zuständigen Senat der Eindruck entstanden, dass das Bundesasylamt von vornherein in antizipierender Weise von der Unglaubwürdigkeit der Angaben des Beschwerdeführers ausgegangen ist.“
 
Herr R. hat Asyl erhalten. Nach vielen verlorenen Jahren, die ihm von österreichischen Behörden gestohlen worden sind.
 
Michael Genner,
Asyl in Not
  
Spendenkonto:
Raiffeisen (BLZ 32000),
Kontonummer 5.943.139, Asyl in Not

Rosenkranz will Geld für Asylanten dem Bundesheer geben?!

3. April 2010

Was meint sie damit: Zur Finanzierung des Bundesheeres soll “die Asylproblematik auf ihren Kern, den Schutz vor Verfolgung” zurückgefahren werden, damit man das eingesparte Geld dem Heer zukommen lassen kann?

Zitat aus/Quoting DiePresse.com - Politik:

Die freiheitliche Hofburg-Kandidatin Barbara Rosenkranz warnt vor “importierter Kriminalität” und spricht sich deshalb für die Wiedereinführung von Grenzkontrollen aus.
Original-Artikel
wuzi.at

Bundespräsidentschaft - seltsame Ansichten eines Kandidaten

3. April 2010

Wenn ich das lese frage ich mich: Wer ist schlimmer, Gehring oder Rosenkranz?
Er war z.B. bei einer Demo gegen den Ausbau eines Islam-Zentrums. Das kann nur das Zentrum im 20. Bezirk bei mir ums Eck sein. Er sagt er war dort weil er keine Minarette will, gegen Gebetsräume hat er nichts. Aber dort war nie ein Minarett geplant.

Er möchte ein Muttergehalt für erziehende Mütter, ein Pflegschaftsgehalt für Menschen die Angehörige pflegen. Hört sich ja gut an, aber er will das anscheinend nur für Frauen, da in seinem Gesellschaftsbild der Mann arbeiten und die Frau zu Hause sein soll.

Er sagt: Homosexuelle “fühlen sich selbst nicht sehr wohl” und sollen durch den Glauben “zurückfinden”! Ich frage mich, wohin zurück? In Klöster wo das andere Geschlecht nicht zugelassen ist?

Er sagt: “Der Islam ist eine Religion, die Gewalt zulässt, die auch mit Gewalt begonnen hat.” Und was bitte ist die römisch-katholische Kirche? Eine Religion die auf Patriarchat und unbedingtem Gehorsam aufbaut.

Zitat aus/Quoting derStandard.at:

Als Bundespräsident würde Rudolf Gehring, Chef der Christlichen Partei, alle Abtreibungen einzeln überprüfen lassen und kein einziges Minarett im Land dulden
Original-Artikel
wuzi.at

Wählt ungültig, aber geht wählen!

26. März 2010

Alfons Haider sagte beim Lichtertanz gegen Rosenkranz: “Jede weiße Stimme ist eine Ohrfeige für die Demokratie”. Damit hat er versucht die Veranstaltung zu einer Wahlpropaganda-Veranstaltung für Fischer zu degradieren.

Ich glaube und hoffe dass die Menschen mündig genug sind auf solche Sprüche nicht reinzufallen. Wenn ihr Rosenkranz nicht wollt, aber auch mit einem untätigen Bundespräsidenten, der nur zu Repräsentationszwecken ans Licht kommt, nicht einverstanden seid, dann zeigt eure Unzufriedenheit mit einer ungültigen Stimme.

Zitat aus/Quoting krone.at:

Etwa 3.000 Menschen sind laut Polizei am Donnerstagabend zum von einer Facebook-Gruppe veranstalteten “Lichtertanz gegen Rosenkranz” in der Wiener Innenstadt gekommen. Höhepunkt der Demonstration war ein “Lichtermeer” am Ballhausplatz vor der Präsidentschaftskanzlei. Der Lichtertanz wurde von etlichen Promis unterstützt und von einem bunten Unterhaltungsprogramm begleitet.
Original-Artikel
wuzi.at

Lichtertanz gegen Rosenkranz - Fackeln sind Stärke und Hoffnung

26. März 2010

Hier ein Artikel aus dem Standard zum Lichtertanz gegen Rosenkranz, mit Statements von Romy Grasgruber von der Initiative Lichterkette.

Zitat aus/Quoting derStandard.at:

Tausende demonstrierten gegen die Kandidatur der FPÖ-Politikern, gegen Fremdenhass und für Zivilcourage
Original-Artikel

Und jetzt noch ein paar andere Links mit Eindrücken von der Kundgebung:

Fotogalerie auf diepresse.com
Bericht und Fotos auf www.eminenz.biz
Videos auf Youtube
Fotos und Videos auf Flickr

wuzi.at